Schulgeschichte

Die private höhere Bürgerschule in Remscheid (1827 – 1870)

 

1827 Am 09. Januar wird die private höhere Bürgerschule in Remscheid mit 2 Klassen und 13 Schülern eröffnet. Einziger Lehrer war cand. theol. W. Cranz, dem im Herbst ein zweiter Lehrer, Peter Friedrich Windfuhr, zur Seite trat. Grundlage des lehrplane war ein Plan des Konsistorialrates Grashoff in Köln.
1849 Die Privatschule wird eine städtische höhere Lehranstalt, der eine dritte Klasse angegliedert wird. Lehrer Röntgen übernimmt die Leitung einer Klasse. Die dritte Lehrerstelle wird nacheinander von Dr. Nagel, Engelbrecht und Pfaffenbach verwaltet.
1853 Durch die Gründung einer höheren Töchterschule wird die höhere Bürgerschule lediglich für Jungen bestimmt.
1858 Die Schule bezieht erstmalig ein eigenes Schulhaus, einen Neubau in der Scharffstraße (1943 als Stadtbücherei beim Bombenangriff auf Remscheid zerstört).
1870 An Stelle der von Remscheider Bürgern beantragten Realschule I. Ordnung (mit Latein) wird eine Realschule II. Ordnung (ohne Latein) ins Leben gerufen. Direktor wird anstelle des in den Sielen gestorbenen Leiters Wunneberg Dr. Krumme aus Duisburg. Die Schule erhält den Namen “Gewerbeschule” und nimmt den Unterricht nach dem Plan der Berliner Friedrich-Werderschen-Gewerbeschule mit verstärkter Stundengabe in Mathematik, Naturwissenschaften und Zeichnen auf.
1873 Nach erster Entlassungsprüfung wird die Schule als Realschule II. Ordnung anerkannt, geht aus dem Verwaltungsbereich der Regierung in den des Provinzialschulkollegiums in Koblenz über. ? Die Schülerzahl steigt stark an, es müssen Parallelklassen eingerichtet werden. Die Stadt muss das Schulgebäude durch einen Anbau vergrößern und zusätzlich ein Haus in der heutigen Saarlandstraße mieten, in das auch die 2 Klassen der 1871 gegründeten Vorschule einziehen.
1876 (01.11.) Feierliche Einweihung des neuen Schulgebäudes in der Gewerbeschulstraße (Beginn des Neubaus: 2404.1875). Der Direktor Dr. Krumme verlässt Remscheid. An seine Stelle tritt Dr. Otto Petry, der seit 1871 dem Lehrerkollegium angehört.
  Das königliche Realgymnasiums in Remscheid (1886 – 1918)
1884 Die Stadtverordneten beschließen mit geringer Mehrheit, die Realschule in ein Realgymnasium umzuwandeln, da mit der wachsenden Bevölkerungszahl das Bedürfnis nach Einführung des lateinischen Unterrichts immer größer wird. Eine starke Minderheit des Stadtrates vertritt weiterhin die lateinlose Schule.
1886 Das Ministerium genehmigt nun die Umwandlung in ein Realgymnasium (mit 6 Klassen), die Ostern beginnt.
1892 Die ersten Reifeschüler des Realprogymnasiums legen ihre Entlassungsprüfung ab, das Realprogymnasium wird ministeriell anerkannt. Der Ausbau zu einer Vollanstalt wird verweigert, da nach der Schulkonferenz von 1890 die Realgymnasien in Gymnasien oder Oberrealschulen umgewandelt werden sollen. Die Wiedererrichtung einer lateinlosen Realschule ist wieder im Gespräch, zumal der Minister erklärte, “das unterrichtliche Bedürfnis der Stadt Remscheid weise in erster Linie auf eine lateinlose Realschule hin.”
1898 Der Streit um die Gestalt einer Vollanstalt als Gymnasium oder Realgymnasium wird entschieden durch die Einrichtung eines Reform?Realgymnasiums (nach Frankfurter System), das einen Beginn des Lateinunterrichts in Untertertia vorsieht und somit mit der Realschule einen gemeinsamen Unterbau (Sexta ? Quarta) mit Französisch als einziger Fremdsprache hat. ? Neben der Obersekunda alter Art wird die erste Reformsexta eingerichtet. Neuer Anstaltsleiter ist Direktor von Staa.
1901 Erste Reifeprüfung einer Vollanstalt in Remscheid und ministerielle Anerkennung des Realgymnasiums.
1902 Durch das starke Anwachsen der Schülerzahl (1899: 445) mit steigender Einwohnerzahl ist das Gebäude in der Gewerbeschulstraße zu klein geworden, das neue Schulgebäude in der heutigen Hindenburgstraße kann nach vierjähriger Bauzeit nach den Osterferien bezogen werden. Die feierliche Einweihung findet nach den Pfingstferien, am 27.05., statt.
1907 Erste Reifeprüfung der Abiturienten, die von Sexta an nach dem Reformplan (Französisch als 1. Fremdsprache) unterrichtet worden sind. Die Schülerzahl ist über 500 gestiegen, der Unterbau ist dreizügig geworden und der Realschulzweig in der Mittelstufe zweizügig ? Durch den Erlass vom 26.11.1900 und die Lehrverfassung von 1901 sind die Realgymnasien und Oberrealschulen gleichberechtigt zum Studium “der gelehrten Berufe” anerkannt worden; der starke Zugang zu den technischen Hochschulen und Bergakademien, den Handelshochschulen und Wirtschaftsfakultäten veranlasst den Stadtrat, die Realschule zu einer Oberrealschule auszubauen. Da man zwei Vollanstalten in einem Schulgebäude nicht für tragbar hält, verhandelt die Stadt mit dem Staat Preußen um Übernahme des Realgymnasiums.
1909 Vertrag der Stadt Remscheid mit dem Staat Preußen: Die Stadt erstellt den Neubau einer zweiten Vollanstalt, der Staat Preußen wird Unterhaltsträger des “Königlichen Realgymnasiums”. Standort wird das Grundstück des alten Remscheider Rathauses an der Elberfelder Straße, nachdem 1906 das neue Rathaus am Kaiserplatz eingeweiht wurde.
1913 Zwei Tage vor der Einweihung des neuen Gebäudes kommt es zum Streit im Stadtrat: die bewilligten Baukosten von 489.000 Goldmark (GM) wurden um 109.658,72 GM überschritten. Baurat Hertwig muss den Rechenfehler eines Beamten, “der nicht auf der Höhe gewesen ist”, von 52.261 GM eingestehen, die weiteren Erhöhungen werden mit vermehrten Fundamentierungskosten durch die Hanglage, Mehrbedarf bei der Inneneinrichtung usw. begründet. Stadtverordneter Völler kritisiert die staatlichen Vorgaben bezüglich der Direktorenwohnung (Standort heute: Pavillon): Drei Badeeinrichtungen sind “doch des Guten etwas zu viel!”10. April: Einweihung des Königlichen Realgymnasiums im Beisein des Oberpräsidenten Freiherr von Rheinbaben, Oberbürgermeister Dr. Jarres und 150 Festgästen. Schulleiter ist Geheimrat Richard von Staa, der bereits seit 1898 die Realschule leitet. Seine Einweihungsrede”Deo ? Virtuti ? Patriae” manifestiert den Zeitgeist. Im Namen früherer Abiturienten überreicht Dr. Franz Ziegler ein Kaiserbild.Schüler: 312
Lehrer: 15
Schulgeld: 130 GM für die Unter- und Mittelstufe; 150 GM für die Oberstufe
1914 Nach Ausbruch des ersten Weltkrieges muss der Unterricht durch Einberufung von Lehrkräften gekürzt werden (4 Lehrer, 2 Kandidaten und 25 Oberprimaner mit Notabitur werden eingezogen bzw. melden sich freiwillig, darunter der Direktor). Stellvertretender Direktor ist (bis Anfang 1919) der dienstälteste Prof. Dr. O. Wandelt. Bereits Ende August fällt Dr. Apfelstedt in Frankreich. Dr. Mättig wird bei Ferienstudien in Dijon interniert und (bis 1919) festgehalten. In den folgenden vier Jahren werden insgesamt 70 Mitglieder der Schulgemeinde unter dem Motto “Dulce et decorum est pro patria mori” betrauert.
1918 Nach dem Waffenstillstand wird das Schulgebäude kurz fristig Truppenunterkunft.
Der Unterricht ist nicht regelmäßig, ist voller Störungen und durch die Beschlagnahme der Turnhalle kann lange Zeit kein Turnunterricht gegeben werden.
Die Schülerzahl steigt seit 1919 stark an, so dass in mehreren Jahren drei Sexten eingerichtet werden. Spiel- und Wandernachmittage und gemeinsame Bade- und Schwimmstunden gehören zum Lehrplan.
  Das preußische Realgymnasium (1919 – 1937)
1920 Der Unterricht fällt wegen der Märzkämpfe aus, das Schulgebäude dient Freiwilligenkorps als MG-Stützpunkt. Die Rote Ruhr-Armee kämpft gegen die Anhänger des Kapp-Putsches und siegt. Der Schulleiter muss Remscheid kurzzeitig verlassen.
1924 Das staatliche Realgymnasium wird von französischen Truppen von Februar bis Oktober als Kaserne genutzt, bis zur Wiederherstellung der Räume im Januar 1925 findet der Unterricht im Gebäude der Oberrealschule statt, der Unterricht beider Schulen wechselt wöchentlich vormittags und nachmittags. Im September tritt Geheimrat von Staa in den Ruhestand, Nachfolger wird Prof. Michael Walter.
1929 Die Schüler tragen weinrote Mützen: Unterstufe = Tuch; Mittelstufe = Samt und Oberstufe = Seide.
1933 Höchste Schülerzahl der Zwischenkriegszeit: 435 (Lehrer: 20). Der Schulleiter vermerkt in seinem Bericht, dass bereits Ostern 1934 75% der Schüler Mitglieder in SA, HJ und Jungvolk sind.
  Die Ernst-Moritz-Arndt-Schule (1937 – 1949)
1937 Im Rahmen einer allgemeinen Umbenennungsaktion erhält die Städtische Oberrealschule den Namen “Hindenburgschule’, Studiendirektor Walter beantragt unter Zustimmung des Lehrerkollegiums die Umbenennung des Staatlichen Realgymnasiums in “Ernst-Moritz-Arndt-Schule”, die am 24. September genehmigt wird.
Das Gerücht, er habe damit der Umbenennung in Adolf-Hitler-Schule zuvorkommen wollen, lässt sich aus zeitgenössischen Quellen nicht belegen. In seiner Festansprache bezeichnet der Schulleiter Arndt als “begeisterten Freiheitshelden und Vorkämpfer für das dritte Reich”, unterstreicht aber auch Arndts Tätigkeit in der Paulskirchenversammlung.Ernst Moritz Arndt wurde am 26.12.1769 als Bauernsohn in Schoritz (bei Garz auf Rügen) geboren.
Von 1791 – 1796 studierte er Theologie in Greifswald und Jena. 1796 machte er sein Examen in Theologie und heiratete vier Jahre später Charlotte Quistorp.
1810 wurde er Professor in Greifswald. Von 1812-1815 wirkte er als Helfer des Freiherrn vom Stein mit leidenschaftlichen Schriften und Liedern für die nationale Erhebung gegen Napoleon, der das Rheinland und große Teile Nordeuropas eingenommen hatte. 1817 heiratete er Nanna Schleiermacher.
1818 wurde er Professor der Geschichte in Bonn, aber wegen seiner politisch unerwünschten Ansichten 1820 seines Amtes enthoben und erst wieder 1840 eingesetzt (bis 1854).
In der Frankfurter Nationalversammlung von 1848/49 trat er für ein preußisches Kaisertum ein, zeitlebens für die politische Freiheit und Einheit aller Deutschen.
Er starb am 29.01.1860 in Bonn.
1939 März: Michael Walter tritt in den Ruhestand, Schulleiter wird Dr. Arthur Felderhoff, der “aktiv im Dienst für die Bewegung” steht.
1943 31. Juli: Das Schulgebäude wird beim Bombenangriff auf Remscheid schwer beschädigt und brennt aus, nur drei Räume sind regensicher. Der reduzierte Unterricht findet wieder schichtweise in der ebenfalls beschädigten Hindenburgschule und im Haus des Handwerks statt.
1944 Juli: Ernst-Moritz-Arndt-Schule und Hindenburgschule werden durch Erlass bis Kriegsende vereint, nach der Anbringung eines Notdaches wird stark eingeschränkter Notunterricht in der Elberfelderstraße durchgeführt.
1945 Mit dem Einmarsch der Amerikaner wird das Schulgebäude wieder Kaserne. Der Unterricht wird für einige Wochen ausgesetzt. Im Oktober beginnt der Unterricht wieder für 221 Schüler der E.M.A. und 385 Schüler der Hindenburgschule im monatlichen Wechsel vormittags / nachmittags in 12 Klassenräumen.Schulleiter der vereinigten Schulen wird Friedrich Halbach, der ein städtisches Gymnasium mit naturwissenschaftlichem und ein staatliches Gymnasium mit einem neusprachlichen Schwerpunkt bei getrennter Haushaltsführung leiten soll. Seine Amtszeit ist geprägt vom Bemühen um die Trennung der Schulen und Schaffung von Schulraum.
1949 Die Stadt entschließt sich zur Trennung.
  Das Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium (Ab 1949)
1952 Nach dem Auszug der Daniel-Schürmann-Schule aus dem Stammgebäude wechselt die Hindenburgschule wieder an den angestammten Standort, den sie mit dem Gertrud-Bäumer-Gymnasium teilt.
1956 Oberstudiendirektor Halbach stirbt wenige Tage vor der Pensionierung, sein Nachfolger wird Dr. Goetz.
1957 Gründung der “Gesellschaft der Freunde und Förderer des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums” im Stadttheater.
1959 Beginn des ersten Anbaus und der Umkleideräume für die alte Turnhalle. Dieser wird 1961 fertiggestellt und beseitigt mit 6 Klassenräumen und dem Musiksaal zunächst die größte Raumnot.
1960 Kurt Walter, der Sohn des früheren Schulleiters, wird Oberstudiendirektor.
1964 Einrichtung der Fachräume Biologie, Chemie, Physik im Altbau. Die Schülerzahl wächst in der Folgezeit kontinuierlich auf 443 Schüler in 19 Klassen 1971; mit Einfahrung der Koedukation 1972 explosionsartig auf 847 in 27 Klassen.
Die Raumnot wird durch die Aufstellung von zwei Pavillons (einer auf dem Schulhof, einer auf der anderen Seite der Elberfelder Straße), Anmietung der ehemaligen Postkantine usw. nicht gelöst.
Das seit 1958 bestehende Bemühen um das Nachbargrundstück der Schule (heutiger Haupteingang) kommt nach Beantragung des Enteignungsverfahrens 1973 zu einem Abschluss, so dass ein zweiter Erweiterungsbau geplant werden kann.
1974 Aufgrund einer ministeriellen Verfügung geht das Ernst-Motiz-Arndt-Gymnasium in die Trägerschaft der Stadt über, das Land versüßt “das Geschenk” durch Übernahme der Kosten des Erweiterungsbaus.
Inkrafttreten der KMK-Vereinbarung zur Reform der gymnasialen Oberstufe. Auflösung des Klassenverbandes in der Sek. II. Der Unterricht findet in den Jahrgangsstufen 11-13 in Grund- und Leistungskursen statt.
1975 Die Abiturfeier fällt aus, weil die Schüler in ungepflegter Kleidung zur mündlichen Prüfung erschienen.
1977 Dr. Paul-Gerd Spitzer wird neuer Schulleiter.
1979 Einweihung des Neubaus mit naturwissenschaftlichen Fachräumen, einer zweiten Turnhalle und neuen Verwaltungsräumen.
1987 Höchste Schülerzahl ? stärkster Abiturjahrgang 1987
1991 Dr. Paul-Gerd Spitzer wechselt in die Schulaufsicht der Bezirksregierung Köln.Mai: Otto-Herrmann Sieker wird kommissarischer Schulleiter (bis August 1992).Angestoßen durch einen Artikel in der Schülerzeitung “quo vadis”, gibt es die Überlegung, die Schule umzubenennen, da man die Worte von Ernst Moritz Arndt heute anders liest als zu der Zeit der Namesgebung während des Nationalsozialismus. Eine Arbeitsgruppe aus Lehrern, Schülern und Eltern findet sich und trägt Auszüge aus den Schriften von Ernst Moritz Arndt zusammen. Die Arbeitsgruppe veröffentlicht ihre Funde in einer kleinen Broschüre. Sie empfiehlt der Schulkonferenz eine Namensänderung, weil sie den Vorwurf der Fremdenfeindlichkeit in den Schriften Ernst Moritz Arndts gegeben sieht.
1992 Frühjahr: Die Schulkonferenz des Schuljahres 1991/1992 beschließt, diesem Vorschlag nicht zu folgen, sondern das Thema “Arndt” verpflichtend für den Unterricht einzelner Jahrgangstufen zu machen, damit sich alle Schüler kritisch mit dem Namensgeber unserer Schule auseinandersetzen.September: Neuer Schulleiter wird OStD Horst Köhler.
2003 Sommer: Nach erneuter Behandlung des Themas “Ernst Moritz Arndt” während einer Projektwoche beschließt die Schulkonferenz des Schuljahres 2002/2003 auf ihrer letzten Sitzung, der Stadt einen neuen Namen für die Schule vorzuschlagen. Dazu soll zunächst im folgenden Schuljahr eine Kommission aus Schülern, Eltern und Lehrern gebildet werden, die der neuen Schulkonferenz einen geeigneten Namen vorschlagen soll.
2004 Frühjahr: Die Namenskommission schlägt der Schulkonferenz drei mögliche Namen vor, von denen schließlich der Name “Gerd-Arntz-Gymnasium” den größten Zuspruch findet.
2005

Sommer: Der Schulausschuss der Stadt Remscheid berät über den Antrag der Schule auf Namensänderung. Die Entscheidung wird jedoch zunächst noch einmal vertagt.

Juli: OStD Horst Köhler wird feierlich in den Ruhestand entlassen.

Neuer Schulleiter wird zum 1.8.2005  Hans Heinz Schumacher, der zuvor über 2 Jahrzehnte an der Erzbischöflichen St. Anna Schule in Wuppertal, zuletzt als Oberstufenkoordinator, tätig war. Mit ihm wird der erste G 8 Jahrgang ( Abitur in 8 Jahren am Gymnasium) eingeschult, was in der Folge  viele organisatorischen und curriculare Veränderungen notwendig macht.

Mit dem neuen Schuljahr lassen sich Schüler und Lehrpersonen in Erste Hilfe ausbilden; der Schulsanitätsdienst wird eingerichtet.
 
Im Oktober erscheint die 1. Ausgabe der EMA-Aktuell ( Schulnachrichten) in einer Auflage von 1100 Exemplaren.

Im November beschließt die Schulkonferenz mit nur einer Gegenstimme, die Namensänderung beim Schulträger zu beantragen. Der Namensvorschlag lautet: “Städt. Richard-von-Weizsäcker-Gymnasium”. Der Rat lehnt die Namensänderung mit 2 Stimmen Mehrheit ab.

Dezember: Start des schulinternen Evaluationsprozesses: Erste Befragung der Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 11 zur Zufriedenheit mit der Einführung in die Oberstufe. Zum Schuljahresende erfolgt die Befragung der Schüler und Eltern der Jahrgangsstufe 5 über die Erfahrungen mit dem Übergang von der Grundschule ins gymnasiale System.

   
2006 Januar: Unsere Schülerin Oksana Karpovych wird für das erstmalige vergebene START-Stipendium ausgewählt. Mit diesem Stipendium sollen besonders talentierte Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund schulisch auf dem Wege zu einer akademischen Ausbildung gefördert werden.
Februar: erstes “Sitzkissenspektakel” findet in der Aula statt. Zunächst werden musikalische Darbietungen ( nicht nur ) von Schülern auf verschieden Plattformen/Bühnen präsentiert. Später kommen auch Theatersequenzen und andere künstlerische Darstellungen zur Vorführung. Die Aula ist nicht bestuhlt und die Zuschauer können sich auf ihren mitgebrachten Sitzkissen den jeweils wechselnden Darbietungen zuwenden.
Religionskurs der EMA gewinnt den  mit 1000€ dotierten 2. Preis beim Schülerwettbewerb zur politischen Bildung mit der Arbeit “Verbindung von religiösem Fanatismus und Terrorismus”.
Start der Schach AG von Herrn Freiknecht.
März: die Schulkonferenz beschließt ein Kaugummiverbot auf dem Schulgelände.
Durch den Wettbewerb “Schüler schreiben Bücher” angespornt, veröffentlichen die Oberstufenschüler H. Thiele mit “Das Vorzimmer” und J. Schmitz mit “Sign of Sin” zwei Romane.
Im Rahmen des SchulPool Quality Awards erhält die EMA die Auszeichnung “SchulPOOL-Excellence Center”. Ausgezeichnet wird der Einsatz und die Weiterentwicklung von Physikexperimenten.

November: mit einem bunten Abend feiert der “Verein der Freunde und ehemaligen Schüler des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums e.V”  sein 50jähriges Bestehen in der Aula.

2007

Juli: Oberstufenschüler Daniel Lipus wird Deutscher Juniorenmeister im 1500m-Lauf.

August: Schulministerin Barbara Sommer nimmt unser Blockheizkraftwerk in Betrieb. Unsere Future AG konnte durch Hilfe von Sponsoren und einem selbst organisierten Sponsorenlauf die benötigten ca. 20000€ einwerben.

Einführung der Kopfnoten, die Aussagen über das Arbeits- und Sozialverhalten der Schülerinnen und Schüler auf dem Zeugnis vornehmen sollen.

Oktober: Im Eingangsbereich der Schule werden zwei Stolpersteine für unsere ehemaligen Schüler Helmut Lazer und Simon Häusler, die während der Judenverfolgung ermordet wurden, mit der Aufschrift “Hier lernte …” verlegt. Eine Gruppe interessierter Geschichtsschülerinnen und -schüler hatte sich nach Kontaktaufnahme mit unserem ehemaligen Schüler, Sigmund Freund, bei der Stolpersteinverlegung für seine Eltern mit dem Schicksal unserer ehemaligen jüdischen Mitschüler beschäftigt.

Dezember: erstmalig organisiert unsere Schule die Weihnachtspaketaktion für die Menschen der Remscheider Tafel. Die in der Stadt und der Schulgemeinde gesammelten Päckchen werden im Rahmen einer von Schülern organisierten Weihnachtfeier für die bedürftigen Menschen ausgegeben.

2008

Januar: Nach einem ganztägigen Workshop mit der allseits bekannten Band Farfarello kommen die erarbeiteten Musikstücke von Schülergruppen und des Schulorchester unter Leitung von Christoph Spengler am Abend mit der Band zur Aufführung. Den Rest des Abends präsentiert Farfarello das eigene Programm.

Juni das Leichtathletik Team der EMA belegt den 1. Platz beim Landessportfest der Schulen.

August: Im Rahmen der Übermittagsbetreuung wird die Kooperation mit dem Verein “Die Verlässliche e.V.” vertraglich vereinbart. Ab dem neuen Schuljahr ist es möglich, warme Mahlzeiten in der Schule einzunehmen.

Ebenso zum neuen Schuljahr startet die erste PROM-Klasse: während des Fachunterrichts und in 2 zusätzlichen wöchentlichen Unterrichtsstunden wird Projektarbeit an Materialien nach M. Montessori durchgeführt.

Oktober: Verlegung eines 3. Stolpersteins für Jakob Mandelbaum im Eingangsbereich der Schule. Die Projektgruppe organisierten in Zusammenarbeit mit der evangelischen Gemeinde einen Jugendaustausch mit israelischen Jugendlichen.

Unter starker Beteiligung von Schülern und Lehrerinnen unserer Schule gastiert das Remscheider Jugendorchester unter Leitung von Christoph Spengler in Kairo.

2009

Frühjahr:

Schüler des Chinesisch Kurses gewinnen Sonderpreis beim Kreativwettbewerb Chinesisch und werden vom Botschafter in die Berliner Botschaft eingeladen.

Musikalischer Austausch des Projektorchesters “Silverstring” und der Jazz-AG mit dem Chor “Forte-Piano” des Friedrich-Sauerbruch-Gymnasiums in Großröhrsdorf (Sachsen).

Sommer:

Einweihung einer Gedenktafel für unsere ehemaligen jüdischen Mitschüler im Eingangsbereich der Schule.

Die Schule wird mit dem 1. Platz beim landesweiten Wettbewerb “Klimaschutz und Klassenkasse” ausgezeichnet.

Herbst:

Einweihung der Mensa durch OB Beate Wilding und Umzug des Schülercafes in die untere Pausenhalle.

Erstmalige Teilnahme der EMA am bundesweiten Mathematikwettbewerb PANGEA. 2 Schüler platzieren sich unter die TOPO TEN ihrer Jahrgangsstufe deutschlandweit.

2010
2011
2012
2013
2014
2015

 

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