Schülerinnen und Schüler der Q2 werden zu Biologinnen und Biologen





Am 12.12.2018 begaben sich Schülerinnen und Schüler aus den Bio -Kursen der Q2 auf die beruflichen Pfade eines Biologielehrers und lernten die Biologische Fakultät der Universität Wuppertal praxisnah kennen. Die Schülerinnen und Schüler wurden von Studenten durch mehrere Stationen, die das Thema Neurologie und das Gehirn thematisierten, geführt. Sich mit Neurologie auseinanderzusetzen bedeutet, sich mit dem Nervensystem auseinanderzusetzen und natürlich auch mit den verschiedenen Teilen des Gehirns und wie sie zusammenarbeiten. Die verschiedenen Stationen gaben den Schülerinnen und Schüler differenzierte Einblicke:

 

In der ersten Station konnten die Schülerinnen und Schüler Elektroden an ihren Köpfen befestigen, um die Aktivität der Pyramidenzellen zu messen, die sich in der Großhirnrinde befinden. Schon durch kleinste Störungen an der „Versuchsperson“ konnte man Unterschiede in den Aktivitäten des Hirns messen, wodurch die Schülerinnen und Schüler einen umfassenden Einblick in die Zusammenhänge des Menschen und der Außenwelt erhielten.

 

Die zweite Station war für viele der Schüler und Schülerinnen Neuland und auch etwas unangenehm. An der zweiten Station konnten die jungen Erwachsenen das Gehirn eines Schweins sezieren. Die Schülerinnen und Schüler konnten sich an einem Modell orientieren und verschiedene Teile des Schweinehirns herausschneiden, identifizieren und analysieren. Diese Station gab den Schülerinnen und Schülern das Gefühl ein Chirurg oder eine Chirurgin zu sein, da sie mit Skalpell und anderen Werkzeugen hantierten, die sie bisher nur aus dem OP-Saal oder aus dem Fernsehen kannten.

 

An der dritten Station hatten sich die Schülerinnen und Schüler mit dem Mikroskopieren auseinandergesetzt: Sie schauten sich nun die Pyramidenzellen (aus Station 1) genauer an. Auch wenn die Pyramidenzellen nicht wie Pyramiden aussahen, war es für alle interessant, diese kleinen Zellen näher zu betrachten. Man erkannte Strukturen, von denen man vielleicht gelesen hatte, die aber nun viel greifbarer wurden. Die Schülerinnen und Schüler breiteten sogar selber Präparate vor, in dem sie Pyramidenzellen aus der Großhirnrinde eines Schweinehirns extrahierten.

 

Der vierte und letzte Versuch war wieder sehr praxisorientiert und testete die Schülerinnen und Schüler in ihrer Fähigkeit, neue Bewegungsmechanismen zu adaptieren. Außerdem sollte deutlich werden, wie schnell sich das Kleinhirn bestimmte Abläufe merkt und welchen Einfluss ein Fehler in einem Bewegungsmechanismus auf das Kleinhirn hat: Die Schülerinnen und Schüler maßen zehnmal, wie schnell sie drei verschieden große Türmchen aus Bechern bauen konnten. Im Idealfall konnte man eine Kurve sehen. Das heißt, dass sich die Geschwindigkeit (im Idealfall) von einer sehr hohen Zahl auf eine kleine Zahl einpendelt und sich auch am Ende nicht mehr verändert. Dies zeigte den Schülerinnen und Schülern, dass man am Anfang eines Lernprozesses sehr viel Zeit aufwenden muss, aber dass nach mehreren Ausführungen des Versuchss eine Art Routine entsteht.

 

Am Ende des Tages (und nach einer wohlverdienten Pizza-Pause) fassten die Schülerinnen und Schüler des Ernst-Moritz-Arndt Gymnasiums ihre Ergebnisse gemeinsam zusammen. Allen fiel auf, wie viele Berufschancen und Möglichkeiten die Biologie mit sich bringt und wie hilfreich es ist, die Unterrichtsthemen auch in der Praxis kennenzulernen, da man durch das eigene praktische Arbeiten am Thema ein viel besseres Grundverständnis erlangt.

 

Zusammenfassend kann man sagen, dass man diesen Tag an der Uni jedem Biologiekurs nur empfehlen kann, da Schülerinnen und Schüler praktisch an sonst theoretisch behandelte Themen herangeführt werden und somit einen ganz anderen Einblick in die Biologie erhalten.

 

Henri M. (Q2)

 

 

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