Meine Erfahrungen mit der Deutschen SchülerAkademie Hilden





Die Deutsche SchülerAkademie bietet meiner Meinung nach eine einmalige Möglichkeit zur außerschulischen Förderung einzelner Schüler sowie zur Auseinandersetzung mit womöglich studienrelevanten Themen. Im Kurs „Der metallene Mensch“ versteht man zum Beispiel, wie ein Roboter mithilfe chaotischer Systeme neuronale Netzwerke imitiert und so diverse Verhaltensmuster erzeugt. Des Weiteren wurde uns während der Kurszeit beigebracht, wie man zu einer wissenschaftlichen Arbeit eine Dokumentation erstellt, um die wichtigsten Ergebnisse festzuhalten. Auch lernten wir, unsere Kursarbeit in Form eines Referates den Schülern anderer Kurse leicht verständlich zu erklären.

Neben der offiziellen Kurszeit wurde ein unglaublich breites Spektrum an „kursübergreifenden Aktivitäten“, kurz „KüÄs“, angeboten. Meistens von den Schülern selbst. So konnte man abgesehen von über den ganzen Tag verteilten musikalischen Chor- und Bandkursen zahlreiche Sportangebote nutzen oder sich anderweitig weiterbilden. Es gab vielseitige Programmier- und Informatikkurse, unter anderem eine Arabisch- und eine Chinesisch-KüA und zum Beispiel Vorträge über Teslaspulen und DoS-Angriffe auf Computerserver. Auch wurden weniger außergewöhnliche, aber dennoch unterhaltsame und dazu lustige KüAs wie Theater oder „Wir stricken eine Kuh“ angeboten.

Weitere „Highlights“ der Deutschen SchülerAkademie in Hilden waren: Die Exkursion – wahlweise ein Besuch in Bonn(Deutsches Museum + Arithmeum), Köln, Essen oder Wandern im Bergischen Land; das Konzert in der Stadtkirche, bei der die Chöre und Musikbands zeigten, was sie in den letzten zwei Wochen gelernt haben; der Studieninformationsabend, bei dem unsere Dozenten Erlebnisse an ihrer Universität, in ihrem Studienfach und meistens auch ihrem Studienland schilderten, um uns die Wahl der richtigen Universität/des richtigen Fachs zu erleichtern und uns eventuell sogar zu einem Auslandsstudium zu überzeugen.

Insgesamt spricht nicht nur die außerschulische Förderung durch sympathische Dozenten und das schier überwältigende Rahmenprogramm für die Deutsche SchülerAkademie – auch möchte ich das zwischen den Schülern (und Dozenten) herrschende Klima hervorheben! Niemanden schreckte es ab, in den Sommerferien zu lernen (beziehungsweise zu unterrichten) – im Gegenteil war die Stimmung locker und freundlich, man konnte viele Kontakte und Freundschaften schließen. Wir überlegen sogar, uns an Silvester oder in den Osterferien wiederzutreffen.
Wenn ich die Wahl hätte, ich würde jederzeit wieder die Deutsche SchülerAkademie besuchen. Und ich weiß genau, da bin ich nicht der Einzige.

Dennis Halbach

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