LernFerien 2015





In den Herbstferien haben wir, Hauke Kutz und Roya Banaeian an den fünf tägigen Lernferien 2015 teilgenommen. Wir beide sind Schüler der Q1 und wurden von unserer Stufenleitung angesprochen ob wir Interesse haben an den Lernferien teilzunehmen.
Bei dem Wort Lernferien haben wir beide erstmal gestutzt aber unsere Befürchtungen, dass man von morgens bis abends nur herum sitzt und lernt haben sich ganz schnell als falsch herausgestellt.
Wir waren an unterschiedlichen Standorten, da immer nur eine Schülerin oder ein Schüler einer Schule an einem Standort sein darf. Zuerst waren wir skeptisch, weil wir niemanden kannten aber rückblickend war dies nur fördernd für die Bildung neuer Freundschaften.
An jedem Standort wird ein anderes Thema behandelt, Hauke war in Mühlheim und sein Thema war “Erneuerbare Energien”. Unter diesem Thema hat die Gruppe in Mühlheim nicht nur theoretisch sondern auch praktisch gearbeitet und unter anderem dem Wirtschaftsministerium in Düsseldorf und einem Hersteller für Dampfturbinen einen Besuch abgestattet.
Roya war in Bielefeld und hat knapp eine Woche lang zum Thema “soziale Verantwortung” gearbeitet. Auch hier gab es nicht nur Theorie, die und durch verschiedene Experten näher gebracht wurde, sondern auch viele Erlebnispädagogische Spiele, die den Zusammenhalt der Gruppe gefördert haben und einen Poetry Slam Workshop mit dem erfolgreichen Slammer Quichotte, welches für uns alle eine sehr schöne neue Erfahrung war.
Wir beide haben nicht nur sehr viele Erfahrungen und Eindrücke sammeln können, sondern auch viele neue Freundschaften geschlossen.
Zusammenfassend können wir sagen, dass diese 5 Tage eine unfassbar wertvolle Erfahrung für uns waren und das wir die Lernferien nur weiter empfehlen können und obwohl “Lernen” und “Ferien” sehr gegensätzlich für einige klingen mag, waren es eine sehr schöne Erfahrung die wir nicht missen möchten.

Hauke Kutz und Roya Banaeian

 

 

 

In den Herbstferien nahm ich an den LernFerien 2015 im Science College Overbach in Jülich teil. Diese FerienAkademie war naturwissenschaftlich ausgelegt. Wir hatten Vorlesungen und Workshops in den Bereichen der MINT-Fächern, also Biologie, Chemie, Physik, aber auch Medizin und Astronomie. Als besonderer Workshop wurde uns eine szenische Schreibwerkstatt angeboten, in der wir viel über journalistisches Arbeiten und Schreiben erfuhren. Wir sollten als Abschluss dieses Workshops ein eigenes Magazin über unsere Zeit in Jülich erstellen. Wir lebten währenddessen in dem Gästehaus von dem Haus Overbach, das ebenso ein Gymnasium ist. Das daran angeschlossene Science College bot uns eine ganz besondere Aussicht in den Sternenhimmel, denn es war bestens mit Teleskopen und Wetterstationen ausgerüstet, so dass wir einen tiefen Blick in unser Universum werfen konnten.

Des Weiteren ermöglichten uns die LernFerien als ein besonderes Highlight, den Besuch des Forschungszentrum Jülichs. Dort wurden wir über den kompletten Campus geführt und durften unter anderem einen Blick auf den zweitschnellsten Super-Computer Europas werfen. Dieser Computer nahm eine ganze Lagerhalle in der Größe eines Fußballfeldes in Anspruch und hatte mehrere Millionen Euro gekostet. In dem Forschungszentrum durften wir auch einen der stärksten MRTs- Magnetresonanztomographen- sehen. Er besitzt eine Magnetfeldstärke von neun Tesla, im Vergleich dazu besitzt ein normal gebräuchlicher MRT die Stärke von 2-3 Tesla. Diese hohe Stärke wird dazu verwendet um noch detailreichere Einblicke in die inneren Organe bspw. das Gehirn zu erlangen.

Einer der wichtigsten Forschungsbereiche des Forschungszentrums ist die Bio-Technologie. In dem Bereich der Biologie werden kleine Organismen mit modernster Technik verbunden, so dass die beiden  symbiotisch miteinander arbeiten. Wir durften dort die Herstellung einer Platine verfolgen, die zur Erforschung von Gehirnkrankheiten, wie Alzheimer oder Demenz, dient. Diese Platine arbeitet mit künstlich angelegten Nervenzellen (Neuronen), die sich auf dieser in einer bestimmten Anordnung miteinander verbinden und Signale weiterleiten. Dabei werden diese durch die Platine so stimuliert, wie sie sich beispielsweise bei der Krankheit Alzheimer verändern würden; dadurch werden die Folgen erkennbar.

In dem Haus Overbach nahmen wir an einer Vorlesung über die Organspende und dem damit verbundenen Hirntod teil. Dort hörten wir einen ethischen und moralischen Vortrag darüber, was der Tod wirklich ist und in wie weit man beim Hirntod schon wirklich tot ist. Dabei warf der Dozent Fragen in punkto Organspende auf.

Des Weiteren stellten wir Seife auf der Grundlage eines jahrhundertalten ägyptischem Rezept aus Asche her.

Insgesamt betrachtet war die FerienAkademie eine fantastische Möglichkeit noch andere Bereiche  – außerhalb der Schule – zu entdecken, bspw. wie die Bio-Technologie oder die Herangehensweise der Wissenschaftler an Forschungsfragen. Daher ist die FerienAkademie eine wirklich gute Chance über das Schulische hinauszugehen und neue Erkenntnisse und Erfahrungen sammeln zu dürfen.

 

Von Birte Dyck

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