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Die private höhere Bürgerschule in Remscheid (1827
- 1870)
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| 1827 |
Am 09. Januar wird die private höhere Bürgerschule
in Remscheid mit 2 Klassen und 13 Schülern eröffnet. Einziger
Lehrer war cand. theol. W. Cranz, dem im Herbst ein zweiter Lehrer,
Peter Friedrich Windfuhr, zur Seite trat. Grundlage des lehrplane
war ein Plan des Konsistorialrates Grashoff in Köln. |
| 1849 |
Die Privatschule wird eine städtische höhere Lehranstalt,
der eine dritte Klasse angegliedert wird. Lehrer Röntgen übernimmt
die Leitung einer Klasse. Die dritte Lehrerstelle wird nacheinander
von Dr. Nagel, Engelbrecht und Pfaffenbach verwaltet. |
| 1853 |
Durch die Gründung einer höheren Töchterschule
wird die höhere Bürgerschule lediglich für Jungen
bestimmt. |
| 1858 |
Die Schule bezieht erstmalig ein eigenes Schulhaus, einen Neubau
in der Scharffstraße (1943 als Stadtbücherei beim Bombenangriff
auf Remscheid zerstört). |
| 1870 |
An Stelle der von Remscheider Bürgern beantragten Realschule
I. Ordnung (mit Latein) wird eine Realschule II. Ordnung (ohne Latein)
ins Leben gerufen. Direktor wird anstelle des in den Sielen gestorbenen
Leiters Wunneberg Dr. Krumme aus Duisburg. Die Schule erhält
den Namen "Gewerbeschule" und nimmt den Unterricht nach
dem Plan der Berliner Friedrich-Werderschen-Gewerbeschule mit verstärkter
Stundengabe in Mathematik, Naturwissenschaften und Zeichnen auf. |
| 1873 |
Nach erster Entlassungsprüfung wird die Schule als Realschule
II. Ordnung anerkannt, geht aus dem Verwaltungsbereich der Regierung
in den des Provinzialschulkollegiums in Koblenz über. ? Die
Schülerzahl steigt stark an, es müssen Parallelklassen
eingerichtet werden. Die Stadt muss das Schulgebäude durch
einen Anbau vergrößern und zusätzlich ein Haus in
der heutigen Saarlandstraße mieten, in das auch die 2 Klassen
der 1871 gegründeten Vorschule einziehen. |
| 1876 |
(01.11.) Feierliche Einweihung des neuen Schulgebäudes in
der Gewerbeschulstraße (Beginn des Neubaus: 2404.1875). Der
Direktor Dr. Krumme verlässt Remscheid. An seine Stelle tritt
Dr. Otto Petry, der seit 1871 dem Lehrerkollegium angehört. |
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Gründung eines königlichen Realgymnasiums in Remscheid
(1886 - 1918)
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| 1884 |
Die Stadtverordneten beschließen mit geringer Mehrheit,
die Realschule in ein Realgymnasium umzuwandeln, da mit der wachsenden
Bevölkerungszahl das Bedürfnis nach Einführung des
lateinischen Unterrichts immer größer wird. Eine starke
Minderheit des Stadtrates vertritt weiterhin die lateinlose Schule. |
| 1886 |
Das Ministerium genehmigt nun die Umwandlung in ein Realgymnasium
(mit 6 Klassen), die Ostern beginnt. |
| 1892 |
Die ersten Reifeschüler des Realprogymnasiums legen ihre
Entlassungsprüfung ab, das Realprogymnasium wird ministeriell
anerkannt. Der Ausbau zu einer Vollanstalt wird verweigert, da nach
der Schulkonferenz von 1890 die Realgymnasien in Gymnasien oder
Oberrealschulen umgewandelt werden sollen. Die Wiedererrichtung
einer lateinlosen Realschule ist wieder im Gespräch, zumal
der Minister erklärte, "das unterrichtliche Bedürfnis
der Stadt Remscheid weise in erster Linie auf eine lateinlose Realschule
hin." |
| 1898 |
Der Streit um die Gestalt einer Vollanstalt als Gymnasium oder
Realgymnasium wird entschieden durch die Einrichtung eines Reform?Realgymnasiums
(nach Frankfurter System), das einen Beginn des Lateinunterrichts
in Untertertia vorsieht und somit mit der Realschule einen gemeinsamen
Unterbau (Sexta ? Quarta) mit Französisch als einziger Fremdsprache
hat. ? Neben der Obersekunda alter Art wird die erste Reformsexta
eingerichtet. Neuer Anstaltsleiter ist Direktor von Staa. |
| 1901 |
Erste Reifeprüfung einer Vollanstalt in Remscheid und ministerielle
Anerkennung des Realgymnasiums. |
| 1902 |
Durch das starke Anwachsen der Schülerzahl (1899: 445) mit
steigender Einwohnerzahl ist das Gebäude in der Gewerbeschulstraße
zu klein geworden, das neue Schulgebäude in der heutigen Hindenburgstraße
kann nach vierjähriger Bauzeit nach den Osterferien bezogen
werden. Die feierliche Einweihung findet nach den Pfingstferien,
am 27.05., statt. |
| 1907 |
Erste Reifeprüfung der Abiturienten, die von Sexta an nach
dem Reformplan (Französisch als 1. Fremdsprache) unterrichtet
worden sind. Die Schülerzahl ist über 500 gestiegen, der
Unterbau ist dreizügig geworden und der Realschulzweig in der
Mittelstufe zweizügig ? Durch den Erlass vom 26.11.1900 und
die Lehrverfassung von 1901 sind die Realgymnasien und Oberrealschulen
gleichberechtigt zum Studium "der gelehrten Berufe" anerkannt
worden; der starke Zugang zu den technischen Hochschulen und Bergakademien,
den Handelshochschulen und Wirtschaftsfakultäten veranlasst
den Stadtrat, die Realschule zu einer Oberrealschule auszubauen.
Da man zwei Vollanstalten in einem Schulgebäude nicht für
tragbar hält, verhandelt die Stadt mit dem Staat Preußen
um Übernahme des Realgymnasiums. |
| 1909 |
Vertrag der Stadt Remscheid mit dem Staat Preußen: Die
Stadt erstellt den Neubau einer zweiten Vollanstalt, der Staat Preußen
wird Unterhaltsträger des "Königlichen Realgymnasiums".
Standort wird das Grundstück des alten Remscheider Rathauses
an der Elberfelder Straße, nachdem 1906 das neue Rathaus am
Kaiserplatz eingeweiht wurde. |
| 1913 |
Zwei Tage vor der Einweihung des neuen Gebäudes kommt es
zum Streit im Stadtrat: die bewilligten Baukosten von 489.000 Goldmark
(GM) wurden um 109.658,72 GM überschritten. Baurat Hertwig
muss den Rechenfehler eines Beamten, "der nicht auf der Höhe
gewesen ist", von 52.261 GM eingestehen, die weiteren Erhöhungen
werden mit vermehrten Fundamentierungskosten durch die Hanglage,
Mehrbedarf bei der Inneneinrichtung usw. begründet. Stadtverordneter
Völler kritisiert die staatlichen Vorgaben bezüglich der
Direktorenwohnung (Standort heute: Pavillon): Drei Badeeinrichtungen
sind "doch des Guten etwas zu viel!"
10. April: Einweihung des Königlichen Realgymnasiums im Beisein
des Oberpräsidenten Freiherr von Rheinbaben, Oberbürgermeister
Dr. Jarres und 150 Festgästen. Schulleiter ist Geheimrat Richard
von Staa, der bereits seit 1898 die Realschule leitet. Seine Einweihungsrede"Deo
? Virtuti ? Patriae" manifestiert den Zeitgeist. Im Namen früherer
Abiturienten überreicht Dr. Franz Ziegler ein Kaiserbild.
Schüler: 312
Lehrer: 15
Schulgeld: 130 GM für die Unter- und Mittelstufe; 150 GM für
die Oberstufe |
| 1914 |
Nach Ausbruch des ersten Weltkrieges muss der Unterricht durch
Einberufung von Lehrkräften gekürzt werden (4 Lehrer,
2 Kandidaten und 25 Oberprimaner mit Notabitur werden eingezogen
bzw. melden sich freiwillig, darunter der Direktor). Stellvertretender
Direktor ist (bis Anfang 1919) der dienstälteste Prof. Dr.
O. Wandelt. Bereits Ende August fällt Dr. Apfelstedt in Frankreich.
Dr. Mättig wird bei Ferienstudien in Dijon interniert und (bis
1919) festgehalten. In den folgenden vier Jahren werden insgesamt
70 Mitglieder der Schulgemeinde unter dem Motto "Dulce et decorum
est pro patria mori" betrauert. |
| 1918 |
Nach dem Waffenstillstand wird das Schulgebäude kurz fristig
Truppenunterkunft.
Der Unterricht ist nicht regelmäßig, ist voller Störungen
und durch die Beschlagnahme der Turnhalle kann lange Zeit kein Turnunterricht
gegeben werden.
Die Schülerzahl steigt seit 1919 stark an, so dass in mehreren
Jahren drei Sexten eingerichtet werden. Spiel- und Wandernachmittage
und gemeinsame Bade- und Schwimmstunden gehören zum Lehrplan.
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Das preußische Realgymnasium (1919 -
1937)
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| 1920 |
Der Unterricht fällt wegen der Märzkämpfe aus,
das Schulgebäude dient Freiwilligenkorps als MG-Stützpunkt.
"Die Maschinengewehre hämmerten von den hochgelegenen
Fenstern ... gegen die anstürmende rote Flut". Der Schulleiter
muss Remscheid kurzzeitig verlassen.
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| 1924 |
Das staatliche Realgymnasium wird von französischen Truppen
von Februar bis Oktober als Kaserne genutzt, bis zur Wiederherstellung
der Räume im Januar 1925 findet der Unterricht im Gebäude
der Oberrealschule statt, der Unterricht beider Schulen wechselt
wöchentlich vormittags und nachmittags. Im September tritt
Geheimrat von Staa in den Ruhestand, Nachfolger wird Prof. Michael
Walter.
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| 1929 |
Die Schüler tragen weinrote Mützen: Unterstufe = Tuch;
Mittelstufe = Samt und Oberstufe = Seide. |
| 1933 |
Höchste Schülerzahl der Zwischenkriegszeit: 435 (Lehrer:
20). Der Schulleiter vermerkt in seinem Bericht, dass bereits Ostern
1934 75% der Schüler Mitglieder in SA, HJ und Jungvolk sind. |
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Die Ernst-Moritz-Arndt-Schule (1937 - 1949)
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| 1937 |
Im Rahmen einer allgemeinen Umbenennungsaktion erhält die
Städtische Oberrealschule den Namen "Hindenburgschule',
Studiendirektor Walter beantragt unter Zustimmung des Lehrerkollegiums
die Umbenennung des Staatlichen Realgymnasiums in "Ernst-Moritz-Arndt-Schule",
die am 24. September genehmigt wird.
Das Gerücht, er habe damit der Umbenennung in Adolf-Hitler-Schule
zuvorkommen wollen, lässt sich aus zeitgenössischen Quellen
nicht belegen. In seiner Festansprache bezeichnet der Schulleiter
Arndt als "begeisterten Freiheitshelden und Vorkämpfer
für das dritte Reich", unterstreicht aber auch Arndts
Tätigkeit in der Paulskirchenversammlung.
Ernst
Moritz Arndt wurde am 26.12.1769 als Bauernsohn in Schoritz (bei
Garz auf Rügen) geboren.
Von 1791 - 1796 studierte er Theologie in Greifswald und Jena. 1796
machte er sein Examen in Theologie und heiratete vier Jahre später
Charlotte Quistorp.
1810 wurde er Professor in Greifswald. Von 1812-1815 wirkte er als
Helfer des Freiherrn vom Stein mit leidenschaftlichen Schriften
und Liedern für die nationale Erhebung gegen Napoleon, der
das Rheinland und große Teile Nordeuropas eingenommen hatte.
1817 heiratete er Nanna Schleiermacher.
1818 wurde er Professor der Geschichte in Bonn, aber wegen seiner
politisch unerwünschten Ansichten 1820 seines Amtes enthoben
und erst wieder 1840 eingesetzt (bis 1854).
In der Frankfurter Nationalversammlung von 1848/49 trat er für
ein preußisches Kaisertum ein, zeitlebens für die politische
Freiheit und Einheit aller Deutschen.
Er starb am 29.01.1860 in Bonn.
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| 1939 |
März: Michael Walter tritt in den Ruhestand, Schulleiter
wird Dr. Arthur Felderhoff, der "aktiv im Dienst für die
Bewegung" steht. |
| 1943 |
31. Juli: Das Schulgebäude wird beim Bombenangriff auf Remscheid
schwer beschädigt und brennt aus, nur drei Räume sind
regensicher. Der reduzierte Unterricht findet wieder schichtweise
in der ebenfalls beschädigten Hindenburgschule und im Haus
des Handwerks statt. |
| 1944 |
Juli: Ernst-Moritz-Arndt-Schule und Hindenburgschule werden durch
Erlass bis Kriegsende vereint, nach der Anbringung eines Notdaches
wird stark eingeschränkter Notunterricht in der Elberfelderstraße
durchgeführt. |
| 1945 |
Mit dem Einmarsch der Amerikaner wird das Schulgebäude wieder
Kaserne. Der Unterricht wird für einige Wochen ausgesetzt.
Im Oktober beginnt der Unterricht wieder für 221 Schüler
der E.M.A. und 385 Schüler der Hindenburgschule im monatlichen
Wechsel vormittags / nachmittags in 12 Klassenräumen.
Schulleiter der vereinigten Schulen wird Friedrich Halbach, der
ein städtisches Gymnasium mit naturwissenschaftlichem und ein
staatliches Gymnasium mit einem neusprachlichen Schwerpunkt bei
getrennter Haushaltsführung leiten soll. Seine Amtszeit ist
geprägt vom Bemühen um die Trennung der Schulen und Schaffung
von Schulraum.
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| 1949 |
Die Stadt entschließt sich zur Trennung. |
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Das Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium
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| 1952 |
Nach dem Auszug der Daniel-Schürmann-Schule aus dem Stammgebäude
wechselt die Hindenburgschule wieder an den angestammten Standort,
den sie mit dem Gertrud-Bäumer-Gymnasium teilt. |
| 1956 |
Oberstudiendirektor Halbach stirbt wenige Tage vor der Pensionierung,
sein Nachfolger wird Dr. Goetz. |
| 1957 |
Gründung der "Gesellschaft der Freunde und Förderer
des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums" im Stadttheater. |
| 1959 |
Beginn des ersten Anbaus und der Umkleideräume für
die alte Turnhalle. Dieser wird 1961 fertiggestellt und beseitigt
mit 6 Klassenräumen und dem Musiksaal zunächst die größte
Raumnot. |
| 1960 |
Kurt Walter, der Sohn des früheren Schulleiters, wird Oberstudiendirektor. |
| 1964 |
Einrichtung der Fachräume Biologie, Chemie, Physik im Altbau.
Die Schülerzahl wächst in der Folgezeit kontinuierlich
auf 443 Schüler in 19 Klassen 1971; mit Einfahrung der Koedukation
1972 explosionsartig auf 847 in 27 Klassen.
Die Raumnot wird durch die Aufstellung von zwei Pavillons (einer
auf dem Schulhof, einer auf der anderen Seite der Elberfelder Straße),
Anmietung der ehemaligen Postkantine usw. nicht gelöst.
Das seit 1958 bestehende Bemühen um das Nachbargrundstück
der Schule (heutiger Haupteingang) kommt nach Beantragung des Enteignungsverfahrens
1973 zu einem Abschluss, so dass ein zweiter Erweiterungsbau geplant
werden kann.
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| 1974 |
Aufgrund einer ministeriellen Verfügung geht das Ernst-Motiz-Arndt-Gymnasium
in die Trägerschaft der Stadt über, das Land versüßt
"das Geschenk" durch Übernahme der Kosten des Erweiterungsbaus.
Inkrafttreten der KMK-Vereinbarung zur Reform der gymnasialen Oberstufe.
Auflösung des Klassenverbandes in der Sek. II. Der Unterricht
findet in den Jahrgangsstufen 11-13 in Grund- und Leistungskursen
statt. |
| 1975 |
Die Abiturfeier fällt aus, weil die Schüler in ungepflegter
Kleidung zur mündlichen Prüfung erschienen. |
1977 |
Dr. Paul-Gerd Spitzer wird neuer Schulleiter. |
1979 |
Einweihung des Neubaus mit naturwissenschaftlichen Fachräumen,
einer zweiten Turnhalle und neuen Verwaltungsräumen. |
1987 |
Höchste Schülerzahl ? stärkster Abiturjahrgang
1987 |
1991 |
Dr. Paul-Gerd Spitzer wechselt in die Schulaufsicht der Bezirksregierung
Köln.
Mai: Otto-Herrmann Sieker wird kommissarischer Schulleiter (bis
August 1992).
Angestoßen durch einen Artikel in der Schülerzeitung
"quo vadis", gibt es die Überlegung, die Schule umzubenennen,
da man die Worte von Ernst Moritz Arndt heute anders liest als zu
der Zeit der Namesgebung während des Nationalsozialismus. Eine
Arbeitsgruppe aus Lehrern, Schülern und Eltern findet sich
und trägt Auszüge aus den Schriften von Ernst Moritz Arndt
zusammen. Die Arbeitsgruppe veröffentlicht ihre Funde in einer
kleinen Broschüre. Sie empfiehlt der Schulkonferenz eine Namensänderung,
weil sie den Vorwurf der Fremdenfeindlichkeit in den Schriften Ernst
Moritz Arndts gegeben sieht.
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1992 |
Frühjahr: Die Schulkonferenz des Schuljahres 1991/1992 beschließt,
diesem Vorschlag nicht zu folgen, sondern das Thema "Arndt"
verpflichtend für den Unterricht einzelner Jahrgangstufen zu
machen, damit sich alle Schüler kritisch mit dem Namensgeber
unserer Schule auseinandersetzen.
September: Neuer Schulleiter wird OStD Horst Köhler. |
| 2003 |
Sommer: Nach erneuter Behandlung des Themas "Ernst Moritz
Arndt" während einer Projektwoche beschließt die
Schulkonferenz des Schuljahres 2002/2003 auf ihrer letzten Sitzung,
der Stadt einen neuen Namen für die Schule vorzuschlagen. Dazu
soll zunächst im folgenden Schuljahr eine Kommission aus Schülern,
Eltern und Lehrern gebildet werden, die der neuen Schulkonferenz
einen geeigneten Namen vorschlagen soll. |
| 2004 |
Frühjahr: Die Namenskommission schlägt der Schulkonferenz
drei mögliche Namen vor, von denen schließlich der Name
"Gerd-Arntz-Gymnasium" den größten Zuspruch
findet. |
| 2005 |
Sommer: Der Schulausschuss der Stadt Remscheid berät über
den Antrag der Schule auf Namensänderung. Die Entscheidung
wird jedoch zunächst noch einmal vertagt.
Juli: OStD Horst Köhler wird feierlich in den Ruhestand entlassen. |
| 2010 |
Eine Projektgruppe beschäftigt sich mit dem Namensgeber der Schule und erstellt eine
Broschüre zu Ernst Moritz Arndt.
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