1. Präambel
Auf der Grundlage eines langjährigen und intensiven demokratischen
Willensbildungsprozesses hat sich die Schulgemeinde des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums
dieses Schulprogramm gegeben. Es umreißt den Rahmen, in dem
unsere Schule auf der Grundlage der bestehenden Schulgesetze und
des bereits in der Vergangenheit entstandenen Profils sich weiter
entwickeln und zukunftsfähig werden will. Unabdingbare Voraussetzung
für ein zukunftsfähiges Schulprogramm ist dessen Offenheit
gegenüber relevanten gesellschaftlichen Veränderungen.
Deshalb bleiben alle Mitglieder der Schulgemeinde aufgefordert,
sich sowohl an der Umsetzung des Schulprogramms in die Praxis als
auch an dessen Weiterentwicklung und Anpassung an veränderte
Realitäten aktiv zu beteiligen.
Leitziele unseres Schulprogramms

Schülerinnen
und Schüler im Mittelpunkt
Lehrkräfte und Eltern stehen in ständigem und engem Kontakt
und sind sich einig, dass unsere Schülerinnen und Schüler
im Mittelpunkt stehen. Wir wollen eine Lernatmosphäre schaffen,
in der Körper, Geist und Sinne gefordert und gefördert
werden, in der Wissen, Kenntnisse und Fertigkeiten erworben werden
und in der sich die Schülerinnen und Schüler aufgehoben
fühlen und ihre Identität finden können.
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Friedfertigkeit
und Toleranz
Mitmenschliches Verhalten kann nur gelingen, wenn jeder bereit
ist, sich immer wieder in die Situation der anderen hineinzuversetzen
und ihnen friedlich und tolerant zu begegnen.
Lehrerinnenund Lehrer und Schülerinnen und Schüler akzeptieren
einander bzw. sich untereinander in ihrer Unterschiedlichkeit, ihrem
Anderssein und ihren abweichenden Einstellungen zum Unterricht.
Toleranz versteht sich natürlich auch in besonderem Maße
als Achtung vor und Akzeptanz von fremden Kulturen und Rassen. Die
Beseitigung von Vorurteilen, die Bekämpfung von Ausländerfeindlichkeit,
Diskriminierung und Rassismus sind ein Anliegen aller Schülerinnen
und Schüler und Lehrerinnen und Lehrer unserer Schule.
Strategien zur friedlichen Konfliktlösung werden mit den Schülerinnen
und Schülern besprochen und eingeübt.
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Gegenseitige
Achtung
Bei aller Ungleichheit der Rollen von Lehrenden und Lernenden können
Kooperation und Interaktion in der Schule nur gelingen, wenn die
Beziehungen auf gegenseitige Achtung angelegt sind.
Kritik darf nie die Persönlichkeit des anderen verletzen. Dazu
gehört auch, dass sie nicht gegenüber oder vor Dritten
geäußert
wird und die Grenze zum Privaten nicht überschreitet.
Gegenseitige Kritik soll helfen und unterstützen. Alle sind
bereit, wohlmeinende Kritik entgegenzunehmen und zu überdenken.
Höflichkeit, Rücksichtnahme und Pünktlichkeit sind
Ausdruck gegenseitiger Achtung.
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Verantwortlichkeit
Alle tragen Verantwortung für ihr Handeln und dessen Auswirkung
auf andere. Sie haben nicht nur das Recht, sondern auch die Pflicht,
sich gegen Störungen des Schullebens zu wehren.
- Rechtzeitiges Eingreifen bei Gewalt gegen Personen und Sachen
fördert Verantwortlichkeit und Friedfertigkeit.
- Alle sind bereit eigenes Fehlverhalten einzugestehen und zu
korrigieren.
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Förderung
von nachhaltigem Verhalten
Im 21. Jahrhundert ist es evident, dass grundlegende Bewusstseins-
und Verhaltensänderungen der Menschen im Umgang mit den natürlichen,
wirtschaftlichen und sozialen Ressourcen notwendig sind. Bildung
ist dafür eine unerlässliche Voraussetzung. Deshalb wollen
wir an unserer Schule das Bewusstsein für die Wichtigkeit einer
nachhaltigen menschlichen Entwicklung im Sinne der Agenda 21 schaffen
und auch entsprechend handeln.
Als nachhaltig wird eine Entwicklung bezeichnet, die den Bedürfnissen
der heutigen Generation entspricht, ohne die Möglichkeit künftiger
Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu
be-friedigen und ihren Lebensstil zu wählen.
Die Agenda 21 ist das auf der Konferenz für Umwelt und Entwicklung
im Juni 1992 in Rio de Janeiro beschlossene Handlungsprogramm der
Vereinten Nationen, in dem sich die 178 Unterzeichnernationen verpflichten,
in ihren Staaten Prozesse zur Förderung einer nachhaltigen
Entwicklung einzuleiten. Der Förderung der Schulbildung ist
in diesem UN-Programm ein eigenes Kapitel gewidmet.
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Verlässlichkeit
und Gerechtigkeit
Lehrerinnen und Lehrer und Schülerinnen und Schüler verlieren
an Glaubwürdigkeit, wenn sie Verabredungen -auch Regeln einzelner
Lerngruppen- oder Zusagen nicht einhalten oder in vergleichbaren
Situationen ein erkennbar unterschiedliches Maß anlegen.
- Verbale Erklärungen sollen übereinstimmen, Beurteilungen
objektiv und unabhängig von der Person getroffen werden.
- Mehrheitlich vereinbarte Regeln müssen entgegenstehenden
eigenen Interessen oder Vorstellungen übergeordnet und konsequent
angewandt werden.
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Förderung
der Lern- und Leistungsbereitschaft
Das Gymnasium hat den Auftrag, Studierfähigkeit und Arbeitsqualifikationen
im Hinblick auf das Studium und die Arbeitswelt zu vermitteln. Das
beinhaltet neben dem Erlernen von Kulturtechniken und Grundlagenwissen
auch den Erwerb von Handlungs- und Entscheidungskompetenzen.
- Die Schülerinnen und Schüler sollen das "Lernen"
lernen und zunehmende Selbstständigkeit im Lernprozess erlangen.
- Praxisbezug und Berufsorientierung ergänzen das theoretische
Lernen.
- Unsere Schule will sich öffnen und die Möglichkeiten
gesellschaftlicher Institutionen, neuer Medien und Lerntechniken
nutzen, aber auch die daraus gewonnenen Erfahrungen kritisch hinterfragen.
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Konkrete
Beispiele
Verantwortlichkeit: z.B. Wendo
Kurse in der Mittelstufe
Friedfertigkeit/Toleranz: z.B.
Streitschlichtung, Schüleraustausch
Nachhaltigkeit: z.B. Agenda Team,
Projekt “Weniger ist mehr”, Future AG, Mülltrennung,
Agenda 21, Themen in Lehrplänen
Förderung von Lern- und Leistungsbereitschaft:
Projekttage, Berufspraktikum, fächerübergreifende Projekte,
Computer AG, Freiarbeit in der Erprobungsstufe, Methodentage für
Klassen 7 und 11
Schüler im Mittelpunkt: z.B.
viele verschiedene AGs
pädagogisches Fahrtenkonzept, Begrüßungsnachmittag
für Sextaner, Sextanerrallye
Verlässlichkeit und Gerechtigkeit:
z.B. Klassenverträge, inhaltliche oder methodische Absprachen
Gegenseitige Achtung: z.B.Streitschlichtung,
Beratung bei schulischen und persönlichen Problemen
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