Gedenken an die Opfer der Pogromnacht in Remscheid am 10.11.2018





Die Stadt Remscheid und der Verein ,,Gedenk- und Bildungsstätte Pferdestall Remscheid e.V.” gedachten in einer Feierstunde im Pferdestall der Polizei-Inspektion Remscheid der Opfer der Pogromnacht vor 80 Jahren, am 9./10.November 1938.

 

Die Anwesenden, darunter Herr Mast-Weisz, Oberbürgermeister der Stadt Remscheid, die Schulministerin NRW, Frau Gebauer, Vertreter des städtischen Rates, Abgeordnete des Bundes- und des Landtages, hohe Vertreter der drei monotheistischen Religionsgemeinschaften, Herr Goldberg als Vorsitzender der jüdischen Kultusgemeinde Wuppertal, Nachkommen vertriebener jüdischer Mitbürger, der Auschwitz-Überlebende Herr Freund, und die Mitglieder des oben genannten Vereins gedachten der Opfer der nationalsozialistischen Pogromnacht und sprachen sich mahnend für eine würdige Erinnerungskultur aus.

 

Der Lokalhistoriker Jochen Bilstein stellte die Bedeutung der Pogromnacht für die nationalsozialistischen Menschheitsverbrechen, die Shoa, heraus. Frau Gebauer unterstrich, daß die Initiative der EMA-Geschichts-AG an diesem Ort und mit diesem historischen Ereignis ein wichtiges Zeichen für Erinnerung, Verständigung, Toleranz und gelebte Demokratie  darstellt.

 

Ins Gedächtnis aller riefen Mitglieder der Geschichts-AG einzeln die Jüdischen Bürger Remscheids, die in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 von SA-Trupps ihres Besitzes beraubt, gedemütigt, mißhandelt und in Lager verschleppt wurden.

 

Die Vertreter der christlichen, islamischen und jüdischen Religionsgemeinschaften betonten in ihrem gemeinsamen Friedensgebet die gegenseitige Achtung, die Menschenrechte und die Ächtung von Ausgrenzungen.

 

Ein würdiger Abschluß der – durch unsere Q2-Schülerin Selin Dönmez musikalisch begleiteten – Veranstaltung war das von Herrn Freund gesprochene Kaddisch, das jüdische Totengebet für alle Opfer.

 

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