Gedenk- und Bildungsstätte Pferdestall Remscheid e.V. erhält Hildegard Hamm-Brücher-Förderpreis





 

Gedenk- und Bildungsstätte Pferdestall Remscheid e.V. erhält Hildegard Hamm-Brücher-Förderpreis – für Demokratie lernen und erfahren

 

Durch eine von Hildegard Hamm-Brücher gestiftete Dotation wurde dem Förderverein Demokratisch Handeln e.V. die Möglichkeit gegeben, den Hildegard Hamm-Brücher-Förderpreis für Demokratie lernen und erfahren einzurichten, der seit 2009 verliehen wird.

 

Das Ziel der Auszeichnung ist es, Personen des öffentlichen Lebens sowie Projekte in Schulen und Jugendarbeit zu würdigen, die sich durch ihr Engagement für die Stärkung der Demokratie und einer demokratischen Praxis in ihren jeweiligen Wirkungsfeldern einsetzen.

 

Die Projektgruppen und Preisträger werden von einer Fachjury ausgewählt. Dieses Jahr fand die Preisverleihung in Bad Münder statt. 48 Projekte von insgesamt ca. 235 Projekten aus ganz Deutschland wurden von der Jury nach Bad Münder zur Lernstatt Demokratie eingeladen. Die Projekte beschäftigen sich vom Umweltschutz über die Flüchtlingsarbeit bis hin zur Aufarbeitung der deutschen Geschichte für die Gegenwart. Die Teilnehmer aller Projekte zeichnen sich durch ihr unermüdliches Engagement für gelebte Demokratie in Schule und Gesellschaft aus.

 

Dieses Jahr ging der Hamm-Brücher-Förderpreis an Prof. Dr. Volkhard Knigge (u.a. Leiter der Gedenkstätte Buchenwald), das BSZ Wurzen (Projekt: „Common history and common future in Europe“) und an die GuB Pferdestall (des EMA-Gymnasiums in Remscheid).

 

Die Jury entschied sich dieses Jahr dazu, eine Persönlichkeit und zwei Projekte auszuzeichnen, die sich vorbildlich und beispielhaft für eine Erinnerungskultur in ihren jeweiligen kommunalen Räumen einsetzen und unermüdlich daran arbeiten, dass Taten und Verbrechen der (deutschen) Geschichte nicht in Vergessenheit geraten oder gar geleugnet werden können, sondern dazu auffordern sich mit diesen Themen auseinanderzusetzen, sie zu hinterfragen und sich gemeinsam für ein demokratisches Zusammenleben aller einzusetzen.

 

Die GuB Pferdestall hat es sich zum Ziel gemacht, die Zeit des Nationalsozialismus für SchülerInnen aufzuarbeiten und diese mitzunehmen auf eine authentische Reise in die Vergangenheit, in dem sie durch selbsterarbeitete Ausstellungen an einzelnen persönlichen Schicksalen die Geschehnisse aufzeigen und währenddessen immer wieder einen Bezug zur Gegenwart herstellen.

 

So gelingt es ihr, sich in Remscheid für eine Erinnerungskultur einzusetzen, die den selbstkritischen Umgang des Einzelnen und der Gesellschaft mit ihrer Vergangenheit ermöglicht.

 

Weitere Infos finden Sie auf der Facebook-Seite des Vereins (@GuBPferdestallRS) oder auf der Homepage www.gub-pfederstall.de. Email an info@gub-pferdestall.de .Zudem auf der Homepage von Demokratisch Handeln www.demokratisch-handeln.de.

 

(Text: Tina Horky)

 

 

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