Friedhofsbesuch





Friedhofsbesuch (21.06.2013)

„Selig sind die Toten, die in dem Herrn sterben“. Mit diesem Satz begann unsere Exkursion zum Stadtfriedhof Remscheid. Als wir durch den Eingangsbogen hindurch gingen, verursachte die Wirkung des Friedhofes für einen Moment völlige Stille in der Gruppe. Wir stellten fest, wie unterschiedlich der Friedhof in den Jahreszeiten wirken konnte. Zum näheren Erkunden teilten wir uns in Kleingruppen auf und gingen dann über den Friedhof, mit der Aufgabenstellung, uns die Gräber genau anzusehen und zu analysieren, was die jeweiligen Gräber über die Toten und was sie über die Hinterbliebenen erzählen. Dabei haben wir festgestellt, wie individuell und sorgfältig die einzelnen Gräber gestaltet und gepflegt sind. Ein weiterer wichtiger Punkt, den wir in der Unterrichtsreihe zum Thema Tod gelernt haben, ist der, dass der Friedhof nicht für die Toten, sondern für die Hinterbliebenen da ist und dass es wichtig ist, einen Ort zum Trauern zu haben. In einem anschließenden Rundgang, mit dem ganzen Kurs haben wir noch einige bewegende Dinge gesehen, unter anderem Kindergräber, die uns alle – glaube ich – mit am meisten aufgewühlt haben. Des Weiteren konnten wir in ein noch leeres Grab hineinsehen. Das war meiner Meinung nach das Erschütternste, da man – wie ein Mitschüler sagte – dem Tod „Face to Face“ ins Auge sehen konnte. Bevor wir wieder zur Schule zurückkehrten, sahen wir uns noch einmal die Kapelle und einige Mustergräber an, anhand derer wir uns dann überlegen konnten, wie, wo und ob wir später mal beerdigt werden wollen. Ohne Zeit für eine Nachbesprechung, gingen wir dann zur Schule zurück. Diese folgte dann in der nächsten Stunde ausführlich im Philosophieunterricht, was meiner Meinung nach auch sehr wichtig war.

 

 

 

Katrin Franke, 9c (2013)

— drucken —