Exkursion zur Wanderausstellung „Kicker, Kämpfer, Legenden: Juden im deutschen Fußball“ in Wuppertal





 
Passend zur Unterrichtsreihe „Fußball und (christliche) Religion“ ging es für einen der Religionskurse der Jahrgangsstufe 8 am 22.6.2016 zur Ausstellung „Kicker, Kämpfer, Legenden: Juden im deutschen Fußball“, welche in beeindruckender Art und Weise die Bedeutung von Juden im deutschen Fußball thematisiert.
 
In der Bibliothek der Bergischen Universität Wuppertal konnten die Schüler das Leben heutzutage weitestgehend unbekannter Persönlichkeiten nachvollziehen, die den deutschen Fußball vor der Nazidiktatur maßgeblich prägten. Denn wer kennt heute noch den Stürmer und Nationalspieler Julius Hirsch (1892-1943), der mit seinem Verein Karlsruhe FV 1910 und 1914 Deutscher Meister wurde? Oder Gottfried Fuchs, der bei den Olympischen Spielen  1912 im Spiel gegen Russland zehn Tore beisteuerte? Dies ist ein bis heute andauernder Rekord.
 
Die Schüler erfuhren, dass viele erfolgreiche Karrieren im Jahre 1933 ein abruptes Ende nahmen, als die Nationalsozialisten jüdische Menschen aus dem öffentlichen Leben ausschlossen. Fünf Jahre später ermordeten sie in Konzentrationslagern dann viele der einst umjubelten Fußballer und Funktionäre.
Die Ausstellung ruft die vergessenen Verdienste von jüdischen Menschen wieder in Erinnerung und die dargestellten Schicksale dienen meinen Schülern zugleich als Mahnmal sich in Zeiten von Intoleranz klar für Gerechtigkeit zu positionieren. 
Bedanken möchte ich mich bei den Mitarbeitern der Bibliothek und besonders bei meinen Schülern, die Steckbriefe entworfen haben, um den jüdischen Persönlichkeiten gebührende Anerkennung zu schenken (eine Auswahl findet sich im Anhang).
Autor: Malte Hensler
 

— drucken —