Erfahrungsbericht Lernferien 2016





In den Herbstferien (vom 17.10 bis zum 21.10.2016) fanden unter anderem in Hückeswagen,die Lern Ferien “NRW – Begabungen fördern, des Ministeriums für Schule und Weiterbildung” statt. Ich hatte das Thema „In Beziehung zu mir- In Beziehung zu der Welt. Begabung und soziale Verantwortung.“ ausgewählt.

In der Europäischen Akademie für biopsychosoziale Gesundheit des Fritz-Perl-Instituts lebte und arbeitete ich eine Woche lang mit elf anderen Jugendlichen im Alter von 15-19 Jahren, die sich bisher nicht kannten.

Zunächst war alles ungewohnt, weil man sich fremd war und nur schleppend ins Gespräch kam. Als allerdings das Programm anfing, kamen wir uns immer näher.

Am ersten Tag dominierte das Kennenlernen untereinander und war von angeregten Diskussionen über tiefgreifende, aber auch persönliche Themen, was zum Beispiel der Sinn des Lebens sei, geprägt. Am Abend besuchte uns der IT-Forensiker Pascal Kurschidgen und veranschaulichte die Gefahren mit technischen Geräten und vor allem im Internet. Gleichzeitig machte er seine Verantwortung als „Hacker“ deutlich.

Der gesamte nächste  Tag wurde für das Improvisationstheater genutzt, wobei wir von Marlene Soubusta angeleitet wurden. Dabei galt es vor allem über seinen eigenen Schatten zu springen. Erst ging es um die komische Darstellung von Situationen und schließlich um ernstere Themen. Am Ende wurden Gruppen eingeteilt und das Thema der Woche wurde auf der Bühne kritisch dargestellt und analysiert.

Mittwochs gestalteten wir unsere ganz eigene Zukunft und stellten unsere Vorstellungen auf verschiedene Weisen dar. Am Nachmittag sollte der Klettergarten besucht werden, aber das Wetter war zu schlecht. Das Programm wurde kurzerhand geändert und die Karriereberatung vorzogen.

Dafür erlebten wir am Donnerstag nach einem Vormittag mit Kung Fu, Thai Chi und Chi Gong mit Benjamin Russ (alias Wong Chong Long), einen spannenden Nachmittag im „Lockroom“ in Wuppertal.

Am letzten Tag arbeiteten wir abschließend noch an einem Wochenjournal, das uns an alles erinnern sollte und verabschiedeten uns voneinander. Wir waren traurig, dass die Woche so schnell vorbeigegangen war. Alle hatten sich die paar Tage trocken und langweilig vorgestellt, aber genau das Gegenteil war der Fall und wir haben uns so gut kennengelernt und lieb gewonnen, dass sogar ein paar Tränen geflossen sind.

Ich kann jedem raten, der die Chance bekommt, an einem solchen Angebot teilzunehmen, denn nicht nur die Menschen und das Programm waren super, sondern auch die Unterkunft und Verpflegung. Wir haben alle sehr viel mitnehmen können.

 

Imke Abrahams

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