Erfahrungsbericht – JuniorAkademie 2017





Lernen, lernen, lernen…So stellt sich wahrscheinlich manch einer den Alltag in der sogenannten JuniorAkademie vor. Doch wir können bezeugen: Ganz so ist es nicht!

 

Nach einer herzlichen Begrüßung durch unsere Kursleiter und -leiterinnen sowie den Organisatoren der Akademie konnten wir schon beim ersten gemeinsamen Mittagessen neue Gesichter wahrnehmen und erste Bekanntschaften schließen. Wir müssen zugeben, dass uns der für uns konzipierte Tagesablauf zuerst schon ziemlich geschockt hat, denn dort waren genau fünf Minuten Pause für uns eingeplant. Für den ganzen Tag! Wir machen keine Witze! Doch im Nachhinein stellte sich schon sehr früh heraus, dass unsere Kursleiter und Kursleiterinnen ziemlich locker waren und uns Pausen gönnten, wann immer wir und sie dies für nötig hielten.

Die Kursarbeit und die gesamte Arbeitsatmosphäre waren über den gesamten Zeitraum einfach hervorragend, man konnte nicht nur unglaublich tief in ein Themengebiet einsteigen, sondern sich auch mit Gleichgesinnten über alles austauschen und gemeinsam viel Neues entdecken und erleben. Und das ist es auch, was diese Akademie so besonders macht, man kann sich durch die gemeinsamen Aktivitäten, wie wandern, forschen, singen, Sport und Spiele, so viel besser und innerhalb kürzester Zeit kennenlernen. Wir haben alle gemerkt, dass sich unter uns schnell viele neue und teilweise sogar sehr enge Freundschaften gebildet haben, die bis heute anhalten.

 

Primär stand natürlich die wissenschaftliche Arbeit im Fokus. Insgesamt gab es drei verschiedene Kurse zur Auswahl, darunter Psychologie, Molekulare Biomedizin und Forensik. Und mögen diese Gebiete noch so verschieden sein, so haben sie eins gemeinsam: Sie bieten Abwechslung. Denn sei es die Untersuchung von toten Ratten, das Isolieren der eigenen DNA, das Erkunden psychologischer Krankheiten und Gedankenexperimente oder die Suche nach Fingerabdrücken des Täters. Dies alles sind Themen, für die im normalen Schulalltag einfach die Zeit und das Interesse fehlt. Doch die Akademie bietet einem genau das. Sie gestaltet diese Themen so spannend und lehrreich wie möglich und ergänzt die Arbeit im Kurs durch beispielsweise wissenschaftliche Vorträge, wie zum Beispiel den von Mark Benecke, Deutschlands wohl berühmtesten Kriminalbiologen.

Ein letzter und sehr wichtiger Aspekt, den die Organisatoren immer in den Mittelpunkt stellten, war das Knüpfen neuer Freundschaften. Sie wollten, dass wir uns so gut wie möglich kennenlernen und haben dies perfekt unterstützt und umgesetzt. Sei es unser gemeinsames Singen im Chor, unser abendliches abwechslungsreiches Sportprogramm oder die Küa’s, die ,,kursübergreifenden Angebote”, welche von uns Teilnehmern jeden Abend selbst organisiert, durchgeführt und geleitet werden mussten. Die Angebote konnten alles sein, beispielsweise ein Mandarin-Kurs, ein Gesellschaftsspiel, ein Tanzkurs, Volleyball- oder Basketballturniere oder schlicht und einfach eine gemeinsame Diskussionsrunde. Sie waren neben Exkursionen und Experimenten das Highlight des Tages. Man konnte gemeinsam mit immer neuen Leuten und Konstellationen so viel Spaß haben.

Als sich die Zeit in der Akademie dann wohl aber sicher dem Ende entgegenneigte, waren viele von uns sehr betrübt und fürchteten das im Vorhinein angesprochene ,,Akademie-Loch”. Unsere Betreuer aber gestalteten unsere letzten Tage so schön wie möglich, indem Sie am vorletzten Tag eine Disko für uns organisierten. Wir tanzten und feierten bis ungefähr 2 Uhr nachts und hatten unglaublich viel Spaß zusammen. Nur das gemeinsame Aufräumen am selben Abend erwies sich dann als äußerst mühsam und kräfteraubend. Da aber knapp 90 Mann mithalfen, ging es schneller als gedacht.

Am letzten Tag stand dann die Abschlussfeier auf dem Plan, bei der wir den Eltern, den Unterstützern und Sponsoren der Akademie unser Gelerntes präsentierten. Das Programm bestand aus einem Chor-Teil, mit drei eingeübten Stücken, zwei deutsche sowie ein französisches Stück(e), einem Orchester-Teil, mit zwei Stücken, darunter bekannte Melodien aus Harry Potter und Fluch der Karibik, und einem Teil, in dem wir, also jeder Kurs einzeln, seine wissenschaftliche Arbeit in eine Präsentation zusammengefasst und anschließend erklärt hat. Im Anschluss wurden uns dann die Urkunden verliehen. Danach folgte dann der zum größten Teil rührende Abschied, begleitet von vielen Tränen.

 

Alles in allem kann man also definitiv sagen, dass wir dieses Erlebnis wohl niemals vergessen werden und sehr viel davon für unser zukünftiges Leben mitnehmen konnten. Obwohl das Beschriebene nur ein Bruchteil dessen gewesen ist, was wir alles erlebt haben, hoffen wir dennoch, dass Sie/ dass ihr einen guten Einblick erhalten konnten. Wir können euch nur empfehlen, diese Erfahrung selbst einmal zu durchleben…es lohnt sich!

 

Karim Malik (EF) und Anas Atmani (EF)

 

— drucken —