Erfahrungsbericht Deutsche SchülerAkademie – Birte Dyck





In den Sommerferien nahm ich an der Deutschen SchülerAkademie teil. Dabei handelt es sich um ein außerschulisches Programm mit Themen aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen. Ich wohnte dort für insgesamt 16 Tage zusammen mit 109 anderen Teilnehmer auf dem Internatsgelände des Schloss Torgelows in Waren an der Müritz.

Während der langen Anfahrt konnten sich einige schon näher kennenlernen. Durch eine Ralley über das Gelände vom Schloss Torgelow lernten wir uns dann noch näher kennen. Unser erster Tag endete mit einem Vorstellungsplenum der Akademieleitung.

Unsere Tage bestanden zu einem Großteil aus unseren Kursen, die wir vorher gewählt hatten. Die Kurse waren aus verschiedenen wissenschaftlichen Teilbereichen, wie Graphentheorie, Jura, Robotik oder Philosophie. Ich besuchte den Kurs „Evolution der Nervensysteme“. Dort erfuhren wir etwas über die Entstehung des heutigen komplexen Lebens durch unsere Nerven und wie diese sich entwickelt haben. Wir begannen mit Referaten zu verschiedenen Themen, die wir selbst zu Hause vorbereitet hatten. Dabei lernten wir etwas über dem Aufbau des Ionenkanals einer Nervenzelle, über Neuronen, bis hin zu dem endgültigen Nervensystem und dessen Entwicklung. Besonders interessant war, dass wir uns mit aktuellsten Forschungsgebieten beschäftigten bzw. etwas darüber erfahren konnten, da unsere Kursleiter selbst an einem Forschungsprojekt der Universität Heidelberg teilnahmen. Dort forschen sie zurzeit über die sogenannte „Hot-Water-Epilepsie“ und versuchen sie mit Computermodellen zu ergründen. Unser Kurs besaß ein sehr weites Themenspektrum, so dass wir uns mit vielen Bereichen der Biologie, Chemie, Physik aber auch der Informatik und der Medizin beschäftigen konnten. Dies machte unseren Kurs umso facettenreicher und spannender. Wir arbeiteten währenddessen auch mit Tieren und führten unter anderem Verhaltensexperimente mit ihnen durch.  Dafür mussten bzw. wollten wir uns um die Tiere kümmern und lernten dadurch den Umgang mit Grillen, Heuschrecken und Schaben kennen.

Abgesehen von den Kursen hatten wir kursübergreifende Angebote (KüA’s), die wir frei gestalten konnten bzw. eigenständig organisieren mussten. Dies konnte alles Mögliche sein. Sowohl Sportangebote (Tennis, Fußball, Badminton, Handball und weiteren Sportarten) musikalische Angebote wie Stimmbildung, Chor oder Orchester als auch weitere Angebote wie Origamifalten, Japanisch lernen uns vieles mehr standen uns zur Auswahl. Die KüA´s zogen sich mitunter bis  in die Nacht, so dass wir abends gemütlich um ein Lagerfeuer sitzen und z.B. singen konnten.

In diesen 16 Tagen wuchsen wir – 110 unbekannte Menschen – zusammen und entwickelten Freundschaften, die hoffentlich noch sehr lange halten werden.

Insgesamt war die Akademiezeit eine sehr schöne und prägende Erfahrung, die einen auf unterschiedliche Art und Weise gefordert und gefördert hat.

 

Von Birte Dyck

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