Deutsch

 Tafel_Deutsch

 

 „Wer nie Deutsch gelernt hat, macht sich keinen Begriff,
wie verwirrend diese Sprache ist.
Es gibt ganz gewiss keine andere Sprache,
die so unordentlich und systemlos daherkommt und dermaßen jedem Zugriff entschlüpft.
Aufs Hilfloseste wird man in ihr hin und her geschwemmt,
und wenn man glaubt,
man habe endlich eine Regel zu fassen bekommen,
die im tosenden Aufruhr der zehn Wortarten festen Boden zum
Verschnaufen verspricht,
blättert man um und liest:
Der Lernende merke sich die folgenden Ausnahmen … “

 

(Mark Twain: Die schreckliche deutsche Sprache)

 

Na, ganz so schlimm, wie Mark Twain 1878 über die deutsche Sprache geurteilt hat, ist sie ja nicht, und außerdem gibt es ja zum Glück den…

 

Deutschunterricht am Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium

Derzeit unterrichten elf Lehrerinnen, drei Lehrer und zwei Referendarinnen das Fach Deutsch an der EMA:

  • Herr Gräbner, 
  • Frau Jansen, 
  • Frau Kessler,
  • Frau Klewinghaus,
  • Frau Krasenbrink,
  • Frau Krempel
  • Frau Müller,
  • Herr Otto,
  • Frau Dr. Roth,
  • Frau Schwarzenberg,
  • Frau Velioglu,
  • Frau Weber,
  • Frau Wessels,
  • Frau Weth,
  • Herr Wiegand,
  • Frau Zimmermann,
  • Frau Cinar (Referendarin)

 

„Deutsch? Das kann doch jeder! …” – Sinn und Ziele des Deutschunterrichts

Deutsch ist ein Fach, das dem Namen nach allzu schnell als einfach erscheinen mag. Denn Deutsch kann schließlich – so hört man es immer wieder– eigentlich jeder.

Aber hinter diesem Sammelbegriff verbirgt sich eine Fülle von Inhalten und Kenntnissen, von Methoden und Strategien, von Texten und Medien, so dass das Fach vielschichtiger ist, als man zunächst denkt. Zu Recht erhebt das Fach einen Anspruch darauf, einen wesentlichen Beitrag zur Allgemeinbildung und Persönlichkeitsentfaltung zu leisten.

So setzen beispielsweise Kommunikation und Argumentation als Grundlagen (gelingenden) menschlichen Zusammenlebens die Fähigkeit zum Perspektivwechsel und Abwägen von Handlungsmöglichkeiten ebenso voraus wie ein angemessenes Ausdrucksvermögen. Diese Fähigkeiten werden im Deutschunterricht im Umgang mit verschiedenen literarischen Texten (Romane, Dramen, Kurzgeschichten, Gedichte, Fabeln, …) und Sachtexten entwickelt und trainiert.

Insbesondere die Auseinandersetzung mit literarischen Texten aus verschiedensten Epochen liefert dabei Einblicke in das Denken und Verhalten von Menschen zu ihrer jeweiligen Zeit, ermöglicht Zugänge zu (möglicherweise ungeahnten) Sichtweisen und hilft, eigene Positionen und Werte zu gewinnen und zu begründen. Hierdurch wird eine gegenwärtige und zukünftige Teilnahme am kulturellen Leben ermöglicht.

Daneben vermittelt das Fach Deutsch grundlegende Arbeitstechniken und Methoden, die beispielsweise hinsichtlich der Texterschließung, -analyse und -erörterung über den Deutschunterricht hinaus und bis zum Abitur relevant sind.

All diese Ziele des Deutschunterrichts sind in den Kompetenzbereichen des Faches Deutsch zusammengefasst und stellen die Grundlage für den schulinternen Lehrplan der EMA dar:

 Sprechen und Zuhören

Das Wort gehört zur Hälfte dem, welcher spricht, und zur Hälfte dem, welcher hört.” (Michel de Montaigne)

Hier geht es um mehr als um gedankenloses Darauflosreden. Meinungsbeiträge sollen zunehmend begründet sowie sprachlich angemessen gestaltet sein und zum Thema passen. Ebenso geht es bei der Fähigkeit des Zuhörens um (kritische) Einschätzung des Gesagten, deutliches Bezugnehmen auf Diskussionsbeiträge, Fragen u.v.m.. Sprechen und Zuhören sind dabei auch auf Textvorträge und szenisches Spielen zu beziehen.

 Schreiben

Schreiben ist leicht. Man muss nur die falschen Wörter weglassen.” (Mark Twain)

Sicher gehört die Rechtschreibung zu einer der Grundfähigkeiten, die im Deutschunterricht erworben werden soll, denn diese ist nicht zuletzt im Berufsleben ein Aushängeschild der eigenen Fähigkeiten (spätestens nämlich bei der Zeichensetzung kapituliert ein Rechtschreibprogramm).

Aber Schreiben im Deutschunterricht meint auch das kreative und produktive Schreiben, wenn es beispielsweise um das Verfassen einer spannenden Geschichte, um das planvolle Verschriftlichen von Textuntersuchungen oder das Überarbeiten eigener und fremder Texte geht. Damit all dies gelingen kann, muss der Schreibende über unterschiedliche Textformate und damit einhergehende Anforderungen Bescheid wissen.

Lesen

Lesen ist gelenktes Schaffen.” (Jean-Paul Sartre)

Lesen meint sicher immer auch stilles Lesen von Texten. Lesen meint im Zusammenhang mit dem Deutschunterricht aber auch die Anwendung von Lesestrategien zur Gliederung von Texten und zum Erschließen argumentativer und logischer Zusammenhänge. Lesen meint immer auch genaues Lesen, das ein vertieftes Verstehen ihres Gehalts zum Ziel hat.

 Nachdenken über Sprache

Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt.” (Wittgenstein)

Das Nachdenken über Sprache erstreckt sich auf das Beobachten und Beschreiben sprachlicher Besonderheiten, die sich zum Beispiel im Unterschied zwischen gesprochener und geschriebener Sprache zeigen. Auch das Funktionieren unserer Sprache, das zum Beispiel die Kenntnis der Grammatik voraussetzt, aber auch die Möglichkeiten des bildlichen Sprechens einbezieht, ist Gegenstand dieses Nachdenkens über Sprache.

Darüber hinaus bedeutet das Nachdenken über Sprache, sprachliche Äußerungen aller Art – d.h. literarische Texte, Kommunikation des Alltags, Zeitungsartikel, Werbung, politische Äußerungen etc. – in Verwendungszusammenhängen zu verstehen, also ihre Absichten und Ursachen kritisch zu bewerten.

 

 Engagement der Fachschaft Deutsch

Durch zahlreiche, sich wiederholende Veranstaltungen versucht die Fachschaft Deutsch, die Freude und das Interesse am Fach Deutsch, am Lesen von guten Büchern zu wecken und den Unterricht realitätsnah und schülerorientiert zu gestalten. Hierzu gehören zum Beispiel:

  • Differenzierungskurs Deutsch/Szenisches Spiel (Mittelstufe)
  • Lesewettbewerb in Klasse 6
  • Büchereibesichtigung/ Welttag des Buches in Klasse 5/6
  • Theaterbesuche (in allen Jahrgangsstufen, themenabhängig)
  • Autorenlesungen
  • DAZ-AG
  • Teilnahme am BISS-Projekt

Lehrpläne und Vorgaben

Unsere schulinternen Curricula sowie die Konzeption und Bewertung von Klassenarbeiten, Klausuren und mündlichen Prüfungen sind konsequent an die Kernlehrpläne und Vorgaben des Landes NRW angepasst.

Sekundarstufe 1: Kernlehrplan für den verkürzten Bildungsgang des Gymnasiums – Sekundarstufe I (G8) in Nordrhein-Westfalen Deutsch. Ritterbach Verlag GmbH, Frechen. 2007.

http://www.schulentwicklung.nrw.de/lehrplaene/upload/lehrplaene_download/gymnasium_g8/gym8_deutsch.pdf

Sekundarstufe 2: Kernlehrplan für die Sekundarstufe II Gymnasium / Gesamtschule in Nordrhein –Westfalen Deutsch. Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein – Westfalen, hrsg. Düsseldorf. 2007.

http://www.schulentwicklung.nrw.de/lehrplaene/upload/klp_SII/d/KLP_GOSt_Deutsch.pdf

Vorgaben für das Zentralabitur:

https://www.standardsicherung.schulministerium.nrw.de/abitur-gost/fach.php?fach=1

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