POL&IS – internationale Politik zum selber machen





POL&IS (= Politik & internationale Sicherheit) ist ein interaktives Planspiel, das seit einigen Jahren von der Bundeswehr angeboten wird. Das Spiel modelliert die Welt in vereinfachter Form. Es beinhaltet politische, ökonomische sowie ökologische Aspekte der internationalen Politik, die von den Teilnehmern berücksichtigt und bewältigt werden müssen. Sie treffen Entscheidungen, die den Verlauf des Spieles beeinflussen.

Ziel des Seminars ist, dass die Teilnehmer in einem geschlossenen Rahmen „selbst Politik machen“ und somit die Entstehung internationaler Beziehungen und Entscheidungen besser nachvollziehen können.

 

Erneut nahmen einige Schüler/innen der Sozialwissenschaftskurse der Q1 an diesem Angebot teil. Vom 28.06. bis zum 30.06.2017 versuchten sie in der Theodor-Heuss-Akademie in Gummersbach, die Probleme der Weltpolitik zu lösen.

Dazu wurden sie in Generalsekretär, Weltbank, NGO’s, Weltpresse und zehn Regionen eingeteilt. Jede Region bestand dabei aus einem Regierungschef, der gleichzeitig auch den Umweltminister darstellte, Wirtschafts- und Staatsminister. Jeder Minister kümmerte sich dabei um seinen entsprechenden Themenbereich.

Zu Beginn jedes Spieljahres steht die Beratungsphase an, in der alle Minister gemeinsam den Haushaltsplan ihrer Region entwickeln und ihre politische Agenda besprechen. Anschließend folgen die fachbezogenen Verhandlungen. Die Wirtschaftsminister aller Länder tauschen sich über die Produktion und den internationalen Güterhandel, die Staatsminister über internationale Beziehungen ihrer Diplomaten und mögliche Einsätze des Militärs in den Regionen und die Regierungschefs über die Verabschiedung ihren Umwelt- und Regierungsprogramm aus, um in einem „G20-Gipfel“ Lösungsvorschläge zu diskutieren. Es folgt die Zusammenfassung der Ergebnisse innerhalb der Regionen, bevor die besprochenen Ideen in fachbezogenen Versammlungen umgesetzt werden und ein wiederholter Austausch in den Regionen erfolgt. Abschließend tagt die Generalsversammlung. Alle Gremien stellen ihre Ergebnisse und Vorschläge vor. Die Nachrichten stellen den Abschluss dar, indem sie neue Probleme aufwerfen, die die Regionen bewältigen müssen. Anschließend beginnt der Ablauf von vorne.

 

Alles in allem waren die drei Tage in Gummersbach eine sehr gute Erfahrung, bei der gemerkt wurde, wie komplex internationale Politik ist. Es passieren schnell Fehler, die anschließend zu langfristigen Folgen führen. Besonders beeindruckend war, dass selbst nach Beendigung der Arbeitsphasen über einzelne Geschehnisse diskutiert wurde und sich die Arbeitszeit somit freiwillig verlängerte.

Imke Abrahams, Q1

 

 

 

 

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